Autor

2015/20

Roman „Heimatgold“

Ab 6. Mai 2019 im Buchhandel  erschienen im Volk Verlag

Vorkriegszeit im ländlichen Bayern: Während die Industrialisierung im Inntal Einzug hält, stemmt ein Bauernbub aus Kolbermoor jeden Tag Mehlsäcke im Dachkammerl über der Sägemühle des Großvaters. Josef Straßberger hat ein Ziel – der stärkste Mann der Welt zu werden. Und weder seine Herkunft noch die Einberufung ins „1. Bayerische Fußartillerie-Regiment“ können ihn aufhalten.
Er überlebt den Ersten Weltkrieg. Verwundet, aber nicht gebrochen geht er in die große Stadt zu den Gewichthebern des TSV 1860 München. Bald folgt Titel auf Titel: Deutscher Meister, Weltmeister, Weltrekordhalter – alles führt ihn zu seinem größten Triumph bei den Olympischen Spielen 1928. Die schillernden Zwanzigerjahre bringen den wirtschaftlichen Aufschwung, mit Gastronomie und Pferden häuft er ein Vermögen an. Doch dann entfachen die Nationalsozialisten den Weltenbrand …

Andreas Lechner taucht tief in das Leben seines Großvaters, des Gewichthebers und Olympiasiegers Josef Straßberger, ein und entwirft dabei das grandiose Sittengemälde eines halben Jahrhunderts deutscher Geschichte, von der Jahrhundertwende bis in die frühen Tage des Wirtschaftswunders.

Fakten zum Buch

Autor: Andreas Lechner
ISBN: 978-3-86222-300-8
Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag, 15,0 x 24,5 cm, 288 Seiten

 

Links und Pressestimmen:

Die Presse Hannover 8.9.2020.png

SZ Sommer der Bücher 18.7.20 –  SZ – Feuilleton – 18  SZ-Autoren empfehlen eine Sommerlektüre, 18./19.07.2020

Buchhandlung Schmid Presse

Weil er in der Familie so eine Figur ist – Passauer Neue Presse, 14.02.2020

Der Ruhestörer und sein starker Opa – Süddeutsche Zeitung, 12.01.2020

Geschichte eines Olympiasiegers – Oberbayerisches Volksblatt

Lesung #Live aus dem Buchladen – Correctiv.Ruhr, November 2019

Heimatgold – Süddeutsche Zeitung – 16.10.2019

Andreas Lechner Sportroman „Heimatgold“ – Passauer Neue Presse, 22.08.2019

Passauer Neue Presse  22.08.2019.png

Capriccio: das Kulturmagazin des Bayerischen Fernsehens am 28.5.2019

Radio München Podcast

Was für ein Kerl! – taz.de 

Rattelschnecks Rezensionen, Feuilleton Neues Deutschland 3.7.2019.png

Michael Krüger und Andreas Lechner kommen ins Café Museum, Passau:
Literarische Schwergewichte
Christine Dössel, Süddeutsche Zeitung – Feuilleton, 18  SZ-Autoren empfehlen eine Sommerlektüre, 18./19.07.2020

»Die Biografie des Großvaters ist alleine schon eine fabelhafte Geschichte. Plastisch ausgestaltet mit viel Lokalkolorit und Zeitgeschichte – Wirtshaus-München, Nazis, Nachkriegsjahre –, entsteht ein lesenswertes Porträt: eines Bayern, seiner Stadt und seiner Zeit.«

Christine Pierach, Passauer Neue Presse, 13.2.20

»Ein authentisches Buch ist Andreas Lechner da gelungen, bis hin zu den Radiokommentatoren bei der Olympiade, wobei dem Vorleser sein Schauspielertalent zugutekommt. Detailreichtum bei Orts- und Personenbeschreibungen erstaunt…  Geschichte und Geschichten verbergen sich zwischen den Buchdeckeln in 288 Seiten. Und eine ungekünstelte, Münchnerisch gefärbte Sprache, in der der Enkel sich in den Opa hineindenkt, ihn, während der in der Schule gelangweilt auf die Mittagsglocke wartet, um zu Vater und Großvater in den Wald eilen zu dürfen, erzählen lässt: „Ich male auf die Schulbank mit dem Radiergummi die Landkarte meiner Träume“«

Florian Tempel, Süddeutsche Zeitung, 16. Oktober 2019:

»Doch wer den „Heimatgold“-Abend mit Andreas Lechner verpasst, der verpasst wirklich etwas. Andreas Lechner hat erstens eine Wahnsinns-Geschichte über seinen Großvater, den einstmals stärksten Bayern der Welt, geschrieben. Zweitens ist Andreas Lechner eben nicht nur ein Autor, sondern auch ein Performer, der nicht nur am Pult sitzt und liest, sondern es versteht, aus einer Lesung ein Erlebnis zu machen. Er ist ein so vielseitiger Künstler, dass man lange suchen müsste, um einen ähnlichen zu finden. Muss man aber nicht, denn er kommt ja selbst.«

Thomas Muggenthaler, Bayerischer Rundfunk, August 2019:

»Andreas Lechner erzählt in „Heimatgold“ nicht nur die Geschichte seines Großvaters Er entwirft ein einfühlsames und packendes Sittengemälde Münchens. Lechner nimmt die Leser mit in das München von Karl Valentin und Weiß Ferdl. Er schildert den Aufstieg der Nazis, die Bücherverbrennung 1933, die sogenannte Reichskristallnacht am 9. November 1938 oder lässt einen Stalingrad-Überleben zu Wort kommen.«

Alexandra von Poschinger, Passauer Neue Presse 23.8.2019:

»Es ist eine Geschichte von Erfolg und Niedergang, von mutigem Widerstand, vom Lieben und vom Leiden, von Stadt und Land. Die Geschichte einer Familie, eingebettet in die Historie Münchens, Bayerns und der Welt. „Heimatgold“ ist so humorig wie traurig, so rasant wie gemächlich, mondän, verklärend, ehrlich und echt – und sticht wohl gerade deshalb so tief ins Herz. Andreas Lechners „Heimatgold“ ist ein turbulentes Buch. Das spannende Panoptikum einer bewegten Zeit, eine kraftstrotzende Hommage an die vergessene Sportlerkarriere des Großvaters – und gleichzeitig: ein Buch voller Stille. Gerade sie vermag in der Geschichte das Ursprüngliche zu öffnen, das Unhörbare zu verlautbaren und gleichwohl das Lärmende mit Zartheit zuzudecken. Indem Lechner das Schweigen zwischen die Zeilen komponiert, gelingt ihm eine spezielle, vielleicht urbayerische Art der Kontemplation. Dann wandelt sich das Grantlerische in Selbstversenkung, das Geschäftige in Rhythmus und das Sittenlose in bescheidene Demut. „Heimatgold“ ist löwenstark, ein Narrativ in Sprache und Konstruktion. Und eine großartig fabulierte Opa-Enkel-Geschichte sowieso. Sentimental, aber zum Glück ohne Gefühlsduselei.« ()

Ulrike Zöller, MUH – Magazin Für bayerische Kultur und Geschichte 28.6.2019:

»Grandios ist Lechners kräftige und sensible Sprache, die nie zu volksselig oder gekünstelt wirkt, grandios die Einbeziehung von Nebensträngen wie beispielweise die Schilderung der Münchner Volkssängerszene, grandios auch die Gewichtung von Persönlichem und Politik, von Straßbergers Gedanken und Lechners vorsichtiger Interpretation. Ein Geschichts- und Geschichtenbuch der ganz besonderen Art, gewichtig und wichtig.«

Stefan Sessler, Münchner Merkur,14.6.2019:

»Lechner ist immer dem Großvater auf den Fersen, der nach seiner Sportlerkarriere als Gastronom und Hotelbesitzer erst reich wird und im Zweiten Weltkrieg alles verliert, während eines Fliegerangriffs sogar die Goldmedaille von 1928. Er sucht sie in den Ruinen seines Hotels. Er sucht die Erinnerung an den größten Tag seines Sportlerlebens. Vergebens. Aber nicht
ganz. Es ist der Stoff, aus dem gute Romane sind.«

Tanja Gronde, BR Bücherschau, 25.05.19:

»Spannend, wie ein Krimi ist Heimatgold und dicht erzählt mit einem Sog, einem Poetischen, dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen.«

Franz Kotteder, Süddeutsche Zeitung, 2.5.2019:

»Eine sehr bewegende Geschichte ist das geworden, die vor dem Ersten Weltkrieg in Kolbermoor beginnt und bis zu Straßbergers großen sportlichen Erfolgen führt und mit seinem Tod in den Fünfzigerjahren endet. Im Stil erinnert sie an die großen Erzählungen und Romane von Lena Christ oder Josef Ruederers, auch „Andreas Vöst“ von Ludwig Thoma könnte Pate gestanden haben. Oder, aktuelleres Beispiel, „Mittelreich“, dem Schauspieler Josef Bierbichler. Der sagt launig über den Roman: „Viele verkaufen ihre ganze Familie auf dem Buchmarkt. Andreas Lechner verkauft nur seinen Großvater. Er ist ein schreibender Separatist.«

„Was für ein Kerl“ von Andreas Lechner in der TAZ – Sonderausgabe zu 100 Jahre Freistaat Bayern (6.11.2018)

 

Bildergalerie Bayern 2: Bilder aus dem Leben von Josef Straßberger

Links:

  • „Er war der erste Bayer, der bei Olympischen Spielen eine Goldmedaille gewann. Der Gewichtheber Sepp Straßberger. Christoph Krix zeichnet das Leben dieses bayerischen Kraftmenschen nach, der sportliche Triumphe feierte, zu Ansehen und Wohlstand kam – aber durch den Krieg fast alles wieder verlor.“

Bayern 2: „Der Stärkste Mann der Welt – Sepp Straßberger – ein Herkules aus Bayern“ 

  • Olympia – „Der gwamperte Herkules“ von Hans Kratzer:

Süddeutschen Zeitung vom 13.08.2016 anlässlich der Olympiade in Rio de Janeiro

 

strassberger-cartoon-1

 

2009

  • PASEO MIRAMAR – EIN PALMENSOMMER (unveröffentlichte Arbeitsprobe)
    • Entstanden während des Stipendiumaufenthalts in der Villa Aurora, Los Angeles
    • Reading in Lawrence Ascher Galery, L.A. (Video ansehen)
  • Chapter from Paseo Miramar: Novel in Progress by Villa Aurora Fellow Andreas Lechner (University of Southern California)

  • FRIEDA  als Hörbuch
    • Monolog als Hörbuch bei Komplett Media erschienen (Bei Amazon kaufen) –
    • Andreas Lechner liest „Frieda“ – siehe Kontakt
    • CD-Tipp Münchner Merkur (CD erhältlich per Email-Bestellung beim Autor)
    • »Am 1. Mai 26 bin ich auf die Welt gekommen und mein Papa hat mir gesagt, da hast Dir ja einen schönen Tag ausgesucht. Nix wie gschossn ist da worden« 
    • Stramm war er beieinander, der Papa. Frieda Maria Lechner, geboren am 1. Mai 1926, war die Tochter von Josef Strassberger, dem ungeheuer erfolgreichen Münchner Gewichtheber. Er war nicht nur 13 Mal deutscher Meister, sondern errang 1928 und 1932 Medaillen bei den Olympischen Spielen. Andreas Lechner, der selbst liest, lässt seine Mutter in einer einfachen, geraden Münchner Mundart erzählen: von einem Sportler der alten Art, der Wirt wurde, von ihrer Kindheit in der Nazizeit, der Lebenstüchtigkeit in der Nachkriegszeit und den Übergang in den Frieden der Bundesrepublik. Frieda Maria Lechner war eine Zeitzeugin vor 1945, der Wirtschaftswunderjahre, bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Das Buch ist eingebettet in die Kulisse Münchens und beschreibt das Leben völlig unsentimental; von ihrem eigenen Schicksal, wie die Familie alles verloren hat bei der Währungsreform, wie sie Pech mit dem ersten Mann Beppi gehabt hat, mehr Glück mit dem zweiten Mann Franz, sich durchgeschlagen hat als Ladenbesitzerin bis zur Zeit als die Kaufhäuser und Großmärkte die kleinen Läden kaputt gemacht haben, bis zu ihrem Tod. Frieda erzählt, wie sie den Valentin erlebt hat, die Ida Schuhmacher, den Carl Orff.
    • „Eine Münchner Lebens-und Sittengeschichte ist dieser Monolog, von Andreas Lechner glänzend eingelesen und auch von ihm selbst mit wenigen, aber sehr passenden Zwischenmusiken versehen.“ Bernhard Jugel, Bayerischer Rundfunk

Hörbuch Frieda

 

Frieda Lesung CD-Cover

 

FRIEDA-LESUNG info

 

muenchner-merkur-cd-tipp

 

2000

 

  • FRIEDA – MONOLOG von Andreas Lechner
    • Das Werk von Andreas Lechner ist 2006 als Hörbuch beim Verlag Komplett-Media, München Grünwald, erschienen. (mittlerweile vergriffen)

1999

1997

  • DER LETZTE MILKANER – Neuinszenierung in Regen
    • Musikalische Leitung: Marlene Eberwein-Seefelder
    • Inszenierung und Bühnenkonzeption: Nikol Putz
    • Premiere: 16. August 1997
      Niederbayerisches Landwirtschaftsmuseum, Kreisstadt Regen im Bayerischen Wald
      In der Regener Fassung von 1997

1992

  • SÜNDE.FALL.BEIL. – eine königliche Oper (Münchener Biennale)
    • Musik: Gerhard Stäbler
    • Libretto: Andreas F. J. Lechner
    • Musikalische Leitung: Kenneth Duryea
    • Inszenierung: Tobias Richter
    • Bühne und Kostüme: Florian Parbs
    • Koproduktion mit dem Bremer Theater
    • Archiv Münchener Biennale

1991/92

  • ANDERLS ANSCHLÄGE
    • Eigene wöchentliche bundesweite Samstags-Kolumne auf der neugeschaffenen Seite „Münchner Kultur“ in der Süddeutschen Zeitung

 

  • BERBER – Theaterstück von Andreas Lechner
    • UA im Münchner Feierwerk

berber-sz

1988

  • DER LETZTE MILKANER – ein Bauerequiem (Libretto)
    • 1. Münchener Biennale

 

  • Der Dichter JOHANN
    •  Monolog
    • auch BR-Hörspiel