Film

z0612401

In Entwicklung (Auswahl):

Der Briefroman »Eine Handvoll Staub« von Lina Haag

Andreas Lechner optiert erneut den Briefroman »Eine Handvoll Staub« vom Tübinger Silberburg-Verlag. Wegen der Persönlichkeitsrechte lag die Weiterentwicklung des Stoffes zu Lebzeiten der Autorin Lina Haag auf Eis.

»Eine Handvoll Staub« zeugt vom Widerstandswillen einer starken Frau, ist aber auch eine Liebesgeschichte ganz eigener Art. In Form eines Briefes reflektiert Lina Haag ihre Erinnerungen an die Zeit ab 1933. Ihr Ehemann, der Stuttgarter KPD-Landtagsabgeordnete Alfred Haag, war von den Nationalsozialisten verhaftet worden, kam von einem KZ ins andere, bis zum berüchtigten Mauthausen. Auch Lina Haag selbst, die ebenfalls Kommunistin war, wurde jahrelang in Gefängnissen und Konzentrationslagern festgehalten und gepeinigt. Nach ihrer Freilassung schaffte sie es mit dem Mut der Verzweiflung, zu Heinrich Himmler vorzudringen, dem Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, und dort für die Freilassung ihres Mannes zu kämpfen. Und das Unglaubliche geschah wirklich: Ihr Mann wurde entlassen! Allerdings schickten ihn die Nazis zur »Bewährung« an die Ostfront.

»Das Buch schwingt im Lesenden nach wie ein innerstes Beben«, urteilte schon 1963 der bayerische Schriftsteller Oskar Maria Graf. »Es bleibt noch lange in ihm wie eine nachhaltende Bestürzung, ein sprachloses Erstaunen über eine so tiefe Herzenskraft, und es erweckt wieder den Glauben an das Menschlichste in uns allen, an das Wunder einer unbeirrbaren Liebe.«

 

2017

Dokumentation zu Dreharbeiten „Mittelreich“

KinoKino Extra über Josef Bierbichlers Kinofilm „Mittelreich“

work in progress:

Autor: Andreas Lechner

Redaktion: Florian Kummert, Carlos Gerstenhauer

Produktion: Bayerisches Fernsehen

BR Fernsehen  kinokino

 

In Postproduktion:

 Mittelreich SZ 22.7.17

2016

  • SCHLAFE, MEIN PRINZCHEN von Franz Wittenbrink 
  • Filmrealisation: Andreas Lechner
  • Theateraufzeichnung aus dem Berliner Ensemble 
    • Uraufführung am Berliner Ensemble (20. Juni 2015).
    • Aufzeichnung der letzten Aufführung (8. Vorstellung) am 12. Januar 2016 mit 4 Kameras.
    • Länge: 1:45 Min., Dolby 5.1, DCP
      • Produktion & Filmrealisation: Andreas Lechner 
      • Bildregie: Daniela Terberl
      • Schnitt: Armin Kelichhaus
      • Pressebetreuung München Sonja Dragova PUBLICITY
      • Plakatgestaltung: Nina Schmid
      • Eine Produktion von: Berg Film Produktions GmbH, Andreas Lechner
      • In Cooperation mit: Noovee media GmbH; machen & tun medienproduktion, Jochen Walter; Video600 Postproduktions GmbH; B.O.A Videofilmkunst GmbH
      • Die Produzenten danken dem Berliner Ensemble, Intendant Claus Peymann
      • Mit Unterstützung von dem „Unabhängigen Archiv ehemaliger Regensburger Domspatzen GbR“, Michael Sieber
  • Kino- Sonderaufführungen: 
    • Am 1. März 2016 im Filmtheater Sendlinger Tor in München mit anschließendem Publikumsdialog mit Franz Wittenbrink; Michael Sieber, Alexander Probst/Udo Kaiser (Ehemalige Domspatzen); Tilman Jens (Autor), Schauspieler und Franz Kotteder (Moderation, Süddeutsche Zeitung).
    • In Regensburg im Kino Ostentor am 5. März 2016.  Und  6. März 2016 mit anschließendem Publikumsdialog mit Michael Sieber, Alexander Probst/Udo Kaiser (Ehemalige Domspatzen), Peter Hartung (Buchhändler), Schüler- und Elternvertreter (Gymnasium der Regensburger Dompatzen), Andreas Lechner (Moderation).
    • Am 25. April 2016 in der Z-Bar, Berlin (Zusammen mit dem Kurzfilm: „Maulwurfkuchen“ von Peter Miklusz)
  • Presse-Echo (Auswahl) nach den Sonderaufführungen der ersten Schnittfassung in München im Filmtheater Sendlinger Tor und Regensburg im Ostentor Kino
    • Der Film ist eine Art sich auf das Theater stützendes, zum Teil Musical-artig gehaltenes, insgesamt glänzend inszeniertes Fanal gegen den skandalträchtigen Missbrauch von Kindern durch Erzieher und Geistliche, wie er in Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts hundert- oder gar tausendfach geschehen ist und sogar zu Selbstmorden führte. DER GILDENDIENST
    • Sonderaufführung im Kino wühlt Zuschauer auf. BR24 
    • 105 Minuten, die keinen Zuschauer unberührt lassen. Zu bewegend ist die künstlerische Verarbeitung des Missbrauchsskandals bei den Regensburger Domspatzen. Mittelbayerische 
    • Nach einer Stunde mußte ich abbrechen weil ich es nimmer ausgehalten habe: er geht unter die Haut, ist emotional und macht wütend – eigentlich unfassbar! Movienet Filmverleih, Lothar Seeland 
    • Er hat unsere Kammerspiele über Jahre beswingt mit seinen Liederabenden. 2010 war Franz Wittenbrink bei Maischberger und erzählte aus seiner Kindheit als Regensburger Domspatz – über Missbrauchsfälle! Für das Berliner Ensemble hat er dazu einen Liederabend gemacht, der vom Beichtstuhl zur Odenwaldschule, vom Campingausflug bis zur Funktionärsrede reicht. Das Theaterstück wurde zum Film. Münchner Abendzeitung 
    • Brisante Domspatzen-Revue: Schönster Gesang, wunderbare Kirchenmusik und gleichzeitig sadistische Gewalt und sexueller Missbrauch: Franz Wittenbrink lässt in seiner Revue „Schlafe, mein Prinzchen“ erleben, was es heißt, vom Höchsten und Reinsten zu singen und dabei Lüsternheit und Sadismus ausgesetzt zu sein. Mittelbayerische
    • Wer auf Theater-Übertragung steht, wird hier 105 Minuten unterhalten. Wir sagen: gute Unterhaltung bei Theateraufzeichnung Berliner Ensemble: „Schlafe, mein Prinzchen“! IKDB.de 
    • Ein leichter musikalischer Abend und so ein heikles Thema wie Kindesmissbrauch in Erziehungsanstalten – das ist nicht einfach. Franz Wittenbrink schreckt das nicht, zumal er über eigene Erfahrungen verfügt. In den Sechzigerjahren war er Chorknabe bei den Regensburger Domspatzen und hat daher, wie er in diversen Talkshows erläuterte, die Züchtigungspraktiken der katholischen Kirche hautnah miterlebt. Sexuelle Übergriffe blieben ihm erspart. Seine Erinnerungen an ein „ausgeklügeltes System sadistischer Strafen verbunden mit sexueller Lust“ brachte er unter dem Titel „Schlafe, mein Prinzchen“ auf die Bühne des Berliner Ensembles. Andreas Lechner, der in einer Doppelrolle mitspielt, hat die Inszenierung aufgezeichnet und fürs Kino aufbereitet. Süddeutsche Zeitung
    • Theater im Kino, eine Sonderform, die den Vorteil hat, dass der Zuschauer wie in diesem Fall mit einem anregenden Kulturerlebnis rechnen kann. Der Liederabend heult nicht im Chor der fingerzeigig Empörten, er gibt auch den Übeltätern eine Chance, selbst wenn die Pfaffen schmierig daher kommen. Andreas Lechner, der selber mitspielt, hat den musikalischen Abend von Franz Wittenbrink, „Schlafe, mein Prinzchen“ am Berliner Ensemble mit seiner Produktionsfirma Berg Film sachdienlich fürs Kino aufgezeichnet und zubereitet. Filmjournalisten.de 
    • „Schlafe, mein Prinzchen“ in HD Qualität! evensi.de 
    • …behandelt der musikalische Abend „Schlafe, mein Prinzchen“ von Franz Wittenbrink hochaktuell das Thema Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen. Er zeigt in seinem Stück die zerrissene Gefühlswelt dieser Knaben zwischen Reinheit und Schmutz, glockenhellem Gesang und sadistischer Gewalt, herrlicher Kirchenmusik und falscher kirchlicher Herrlichkeit. Was für eine Amplitude!  Das Theater kann möglicherweise einigen Schülern den Glauben an eine Rettung durch Kultur zurückgeben. Die Zeit

sendlinger-tor1 ostentor-aussen

2015

 

2013

  • LA CELLA
    • Regie und Buch: Ulli Lommel
    • Produktion: Berg Film, Flatz und Hollywood Action House
    • Eine deutsch-amerikanische Koproduktion mit dem österreichischen Aktionskünstler Wolfgang Flatz
    • Der in 3D gedrehte Film beruht auf einer Erfahrung des Künstlers Wolfgang Flatz im Jahr 2009, als sein Beitrag zur Ausstellung „Cella“ in Rom von der Polizei aufgelöst wurde, da der Künstler entgegen der Abmachungen die Wände der Zelle im Weltkulturerbe Complesso Monumentale di San Michele a Ripa Grande, in der er seine Kunstperformance abhielt, bemalte und in sein Kunstwerk „Sixtinische Kapelle“ verwandelte.
    • Browse Archive German Films

bild-2img-20130222-00103-beschnimg_5986 img-20130222-00099 img_5868 img_5869img_5872la_cella9 la_cella7 la_cella6

 

2009/10

  • MÜNCHNER FILMWORKSHOP
    • Projektleitung und Konzeption: Andreas Lechner 
    • Fachberatung: Rüdiger Nüchtern
    • Schirmherrschaft: Barbara Rudnik †
    • Darsteller: Schülerinnen und Schüler der Hauptschule an der Haldenberger Straße München-Moosach
    • Projektleiter der Schule: Konrektor Heinz Preßl
    • Medienpartner: Focus Schule
    • Unterstützt von Kulturreferat der Landeshauptstadt München und F.X. Meiller Kipper
    • in Zusammenarbeit mit Münchenr Filmwerkstatt e.V.
    • Präsentiert auf dem Münchner Filmfest 2009
    • Teaser
    • Auftaktveranstaltung (Video ansehen)
    • Filmworkshop

2006

  • AUG‘ IN AUG‘ MIT HIMMLER
    • Dokumentarfilm
    • Produktion: Provinz Film & Berg Film Produktions GmbH für Bayerisches Fernsehen
    • Regie: Andreas Gruber
    • Ein Portrait der Widerstandskämpferin Lina Haag anlässlich ihres 100. Geburtstages
    • Gesendet im Bayerischen Fernsehen
    • BVR

 2001

  • DIE SCHEINHEILIGEN – Kinofilm von Thomas Kronthaler
    • Die Scheinheiligen ist ein satirischer Heimatfilm von Thomas Kronthaler, der den realen Bau eines Schnellrestaurants am Irschenberg auf bayerische Art persifliert.
    • mit: Maria Singer als Magdalena Trenner
      Johannes Demmel als Johannes
      Michael Emina als Theophile
      Andreas Lechner als Pfarrer Anton Selbertinger
      Wolfgang Fischer als Polizist Bene
      Alfred Jaschke als Polizist Django
      Sepp Schauer als Landrat Dr. Seigis
      Werner Rom als Bürgermeister Matthias
    • 79 Minuten
    • Regie und Drehbuch: Thomas Kronthaler
    • Produktion: Ismael Feichtl
    • Musik: Martin Unterberger, Stefan Auer
    • Kamera Micki Stoiber
    • Schnitt Bernd Schlegel
    • Trailer Movienet 
    • Ausschnitte auf You Tube
    • Archiv  Follow me now

18696715-jpg-r_160_240-b_1_d6d6d6-f_jpg-q_x-20061121_094200 scheinheiligen-setfoto_gr-kopie scheinheiligen-foto

1999/2000

  • SCHMETTERLINGE DER NACHT – Drehbuch, Regie, Produktion
    • Regie, Produktion, Drehbuch: Andreas Lechner
    • Festival Screenings Hof 1999, Luenen 1999, Augsburg 2000
    • Gesendet Im Bayerischen Fernsehen
    • World Sales Berg Film Produktions GmbH
    • Original Version German Subtitles engl., franz
    • Length 82 min, 2,244 m Format 35 mm, color, 1:1.85
    • (Gedreht auf Super 16/ Direkt-Kopie (Helmut Rings, Film 16): 35 mm / 82 min.)
    • Dolby SR/Mischung ARRI
    • Münchner Kultfilm (29 Wochen in den Kinos)
    • Mit: Dieter Landuris, Kathia Giammona, Richard Rigan, Dietmar Mößmer, Detlev Bothe, Julia Thurnau, Robinson Reichel, Herman von Ulzen, Franziska Walser, Rüdiger Hacker, Harry Täschner, Noemi Matsutani, Francis Fulton-Smith, Christoph Gareisen
    • Kamera: Dixie Schmiedle
    • Schnitt: Bernd Schlegel
    • Musik: Andreas Weidinger, Andreas Lechner, Enjott Schneider
    • Co-Produzent: Simone Pankofer, Eric Babak
    • Eigenverleih und Kinostart am 13. April 2000 mit einer Kopie im Münchner Kino „Maxim“ (Sigi Daiber)
    • Nach einem Zuschauerschnitt von 777 Besuchern am dritten Verleih-Wochenende nach einer Kritik im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung.
    • Verleihförderung vom FFF Bayern für weitere Direktkopien
    • Bundesweiter Verleih und Kinostarts in Hamburg, Berlin und in den übrigen Verleihbezirken
    •  1. Preis (Förderpreis der Franz-Grothe-Stiftung): 4. Internationale Filmmusik Biennale Bonn
    • Browse Archive German Films
    • DOWNLOAD: SCHMETTERLINGE DER NACHT
  •  Pressestimmen
    • „Bayerischer Indie … Eine echte lndie-Produktion stellte Lechner auf die Beine: Ohne Fernsehsender bzw. Verleih im Rücken verzichteten sämtliche Beteiligten auf ihre Gagen … Gedreht wurde in spätwinterlichen Nächten.“ Blickpunkt Film, Thomas Blieninger im Juli 1999
    • „Mit seinen „Hot Dogs“ – ein Lowbudget-Film über die Kids vom Hasenbergl – landete der Münchner Autor, Komponist, und Nachwuchsfilmer (-) 1998 ganz überraschend in der „Deutschen Reihe“ in Cannes … Schmetterlinge suchen Sponsoren … sind auf die Hofer Filmtage eingeladen … Ob es Lechner bis Oktober schafft, steht in den Sternen. Es lohnt sich, will man Dieter Landuris glauben: „Das ist ein Ausnahmeprojekt. So etwas gibt’s in München viel zu wenig.“ Münchner Abendzeitung, Juliane Nitzke-Dürr 30.8.1999
    • „Internationale Hofer Filmtage: Dörrie, Herzog, Naumann … Unter den 23 neuen deutschen Filmen: „Schmetterlinge der Nacht“ von Andreas Lechner. Und Kulturminister Naumann stellt sein „Bündnis für den Film“ vor.“ Münchner Abendzeitung, Angie Dullinger 27.10.1999
    • „So ist halt Underground … München bei Nacht ist ein poetischer Ort … Man denkt da zum Beispiel an May Spills „Zur Sache Schätzchen“, aber auch an „Nach fünf im Urwald“ von Hans-Christian Schmid … Noch nie, auch nicht in den vielen TV-Krimis, die in München spielen, hat aber einer den Versuch gemacht, einen richtigen ,,hard boiled“ Kriminalfilm im amerikanischen Stil in München zu drehen … den sein Regisseur lieber als „Märchen im Gangstermilieu“ beschreibt …. Es ist ein echtes Independent-Produkt . . Münchner Merkur, Rüdiger Suchsland 3.11.1999
    • „Film mit Münchner Kult-Potential“ Münchner Abendzeitung, Antonio Seidemann 5.12.1999
    • „Ein spannender Film … ein schräger Film mit Aktion und Situationskomik … in nächtlichen Bildern von grellen Lichtpunkten, farbigem Zwielicht und Finsterniss.“ Tiroler Nachrichten 7.3.2000
    • „Ein guter Film … bilderreich, charmant, komisch und tragisch“ in münchen 6.4.2000
    • „Lechner gelang ein liebenswerter Spinnerfilm – ein Atmoshäre-Poem für München bei Nacht und die Philosophie des Taxifahrens, mit der Sentimentalität eines Dramas und der schwarzen Komik einer Killergroteske.“ Münchner Abendzeitung, Ponkie 13.4.2000
    • „…ist der Film so ganz und gar nicht eine verblasene Poetenträumerei, weit mehr ein Tatort unter Ausschluss von Kommissaren. Er spielt ausschließlich in der (grandios ausgeleuchteten) Münchner Nacht in der sensible Taxifahrer mit der Unterwelt im Konflikt leben“ TZ München, Reiner R. Seipel 22.4.2000
    • „Ein satirischer München-Thriller, eine Kriminalgroteske im Taxler-Milieu – gewissermaßen der Versuch einer Münchner Antwort auf „Pulp Fiction“.., eine Hommage an die Nacht. Und München bei Nacht, sorry liebe Berliner, ist einfach die Hauptstadt: der Schönheit nämlich, der Spinner und der Poesie.“ Süddeutsche Zeitung, Christine Dössel 28.4.2000
    • „Die Geschichten schweben wie Schmetterlinge, eine Metapher fürs Leben. Leben und Tod, Gut-und Bösespiel auf beinahe mythischer Ebene, modernes Märchenparabel und brutale Realität, alles vereint sich in beinah verstörender Dichte.“ Passauer Neue Presse, Stefan Rammer 1.7.2000
    • „Die Liebenden von der lsarbrücke… Lechner, bisher Komponist, Schauspieler und Underground- Filmer, präsentiert mit „Schmetterlinge der Nacht“ einen charmanten Atmosphärefilm für Taxifahrer und andere Nachtschwärmer, der sich zu Romantik und Kitsch bekennt und seinen schwarzen Humor überzeugend entwickelt … Es ist ihm gelungen:“ Christian Melüh, Hamburger Abendblatt 17.8.2000
    • „Regisseur Andreas Lechner verlegt „Taxi-Driver“ kurzerhand an die Isar … eine Mischung aus brutalem Gangsterfilm und einer Lovestory.“ Ansgar Vaut, Hamburger Morgenpost 17.8.2000
    • „Der Film „Schmetterlinge der Nacht“ von Andreas Lechner erzählt von Eva, die die letzte Trambahn verpasst und dabei auf den Taxifahrer Richie trifft. Was anfangs als zarte Liebesgeschichte anmmutet, entpuppt sich bald als grotesker Kriminalfall. Lechners Independent- Produktion ist eine Genremix aus modernem Märchen und brutalem Realismus. Tipps der Kulturzeit / 3Sat; Sendung vom 16.8.2000
    • „Mit feinsinniger, wieder mit kongruent in Bildern, Mimik und Worten ausgedrückter Ironie entlarvt Lechner die Münchner Fassade öffentlichen Lebens. Er stellt ihr mit ebenso gelungenen, aber einfühlsamen Szenen den Zauber einer jungen Liebe entgegen und erzählt in nüchternen, sympathischen Bildern die Geschichte von Freundschaft, Solidarität und Zivilcourage der Taxifahrer.“ Wolfsburger Nachrichten, Hans-Adelbert Karweik 2.9.2000
    • „Schmetterlinge der Nacht“ fliegen wieder“ TZ München, Rolf May 14.9.2000
    • „Für die vorsichtig-schüchterne Annäherung seiner Helden findet er melancholische Töne: triste Klänge aus Verdis „La Traviata“. Die schöne unnahbare Eva erinnert entfernt an Dumas‘ „Kameliendame“. Wie diese schmückt sie sich mit einer exotischen, sternenförmigen Blume. Darin liegt ihr Geheimnis.“ Berliner Morgenpost, Kirsten Liese 21.9.2000
    • „Vielleicht gehört „Schmetterlinge der Nacht“, der sich tief in den Bauch der Stadt begibt, um dort einen Zipfel Echtes zu erhaschen, zu den Filmen, die es braucht, damit man irgendwann von einem jungen Talent mit einem Geniestreich überrascht wird. Mit einem echten Kinofilm, den wir dann „Die liebenden von der Isarbrücke“ nennen und ins Ausland verscherbeln. In dem junge Leute das Autoradio aufdrehen und dazu tanzen dürfen, bis die Batterie alle ist. In dem sich aufmüpfige Taxier gegen den bösen Boss zum Konvoi formieren. Und sollte es sich beim Regisseur dieses Filmes um Andreas Lechner handeln: hofftIich traut er sich dann noch, die Münchner Schickimickis so vorzuführen, wie er es hier in einer wunderbaren Tischszene gemacht hat. Das ist nämlich kein ,,Derrick“ mehr, und nicht mal Helmut Dietl. Das ist schönster Bunuel.“ Berliner Zeitung, Philipp Bühler 21.9.2000

schmetterlingeimages-1schmetterlinge_film_5 schmetterlinge_film_11 schmetterlinge_film_12schmetterlinge_film_7 riganschmetterlinge_film_10 schmetterlinge_film_3 schmetterlinge_film_6 schmetterlinge_film_1schmetterlinge_film_4

 

 1996-1999

Jugendfilmprojekt im Münchenr Hasenbergl

Vorspann: „Mehrere Monate besuchte Andreas Lechner und sein Team regelmäßig die Jugendlichen im Hasenbergl. Aus den verschiedenen Ideen und Vorstellungen der Kids entstand so langsam ein Drehbuch. Parallel zum Drehbuchschreiben wurden Drehtage organisiert, um den Jugendlichen ein Gefühl für den Aufbau eines Spielfilms und die Auflösung von Szenen zu vermitteln. Diese Erfahrungen brachten sie in die weitere Drehbucharbeit ein. Die Coolness und der männliche Heroismus, den sich die Kids auf den Leib geschrieben haben, spiegelt durchaus den Alltag der Jugendlichen. Andreas Lechner und sein Team bemühten sich jedoch, die Jugendlichen zunehmend auch in leise und gefühlsstarke Szenen zu gewinnen. Dieser Prozess dauerte zwei Jahre. Zu hoffen ist, daß die Jugendlichen mit diesem Projekt Erfahrungen gemacht haben, die ihr Verhältnis zur Gewalt verändern und sie in die Lage versetzen besser mit ihren Lebensperspektiven umzugehen. Dies waren die Beweggründe für BMW und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, das Filmprojekt mitzutragen.“

  • HOT DOGS – Drehbuch, Regie Produktion
    • Die etwas andere Antwort auf Integrationsprobleme, Arbeitslosigkeit, Bandenkriege
    • Spielfilmprojekt mit Jugendlichen aus dem Münchner Hasenbergl
    • Deutsche Reihe Cannes
    • Regie, Produktion, Drehbuch: Andreas Lechner
    • Kamera und Schnitt: Armin Kelichhaus
    • Movienet Filmverleih
    • Festivals: Auburn (Australien), Laon (Fankreich), Annonay (Frankreich)
    • in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München und BMW
    • Browse Archive German Films
    • DOWNLOAD: HOT DOGS
    • Hot Dogs in Cannes
    • Hot Dogs making of
    • JUMA 02/1998 Die spielen hier BRONX Das Hasenbergl, Münchens Problemviertel Nummer eins, wurde zum Schauplatz für einen ungewöhnlichen Film: Jugendliche verschiedener Nationalität spielten sich selbst. Auch am Drehbuch haben sie mitgeschrieben. Keiner da. Seit einer halben Stunde warten wir an der U-Bahn-Haltestelle. Salva taucht nicht auf (auftauchen – umgangssprachlich für: erscheinen, kommen). Nach der Arbeit treffen wir uns, hat er am Telefon gesagt. In der Nähe der BMWWerkstätten im Münchner Norden. Hier soll er angeblich arbeiten. Keiner weiß, ob das auch stimmt. Salva ist unberechenbar. Salva ist ein Star. Zumindest fühlt er sich so, seit er in diesem Film mitspielen durfte. „Hot Dogs“, heißt der Streifen (von Filmstreifen – umgangsprachlich für: Film), der eigentlich ein Projekt ist. Ein Projekt im Münchner Problem-Stadtteil Hasenbergl. „Seit Jahren ist das Viertel als sozialer Brennpunkt über die Grenzen der bayerischen Landeshauptstadt hinaus bekannt.“ Das schrieb der evangelische Filmdienst in seiner Kritik. Und: „Der triste Alltag vieler Jugendlicher in einem Leben zwischen Arbeitslosigkeit und Kleinkriminalität schafft ein Klima des sozialen Frustes, das von gewöhnlicher Sozialarbeit zu schwer zu erreichen ist.“ Wir fahren in den tristen Alltag. Eine lange, breite Ausfallstraße führt zum berühmt-berüchtigten Hasenbergl. Einige Kilometer geht es durch Vorort-Siedlungen und weite Felder. Dann sieht man die ersten Beton-Flachbauten und einige höhere Wohnblocks. Alles eher einfallslos als trostlos. Es gibt Supermärkte, Apotheken, Kneipen, Cafés und dazwischen viel Grün. Wild wirkt das Ganze nicht. Georg kommt gegen halb neun ins Jugendzentrum in der Wintersteinstraße. Soulmusik dröhnt aus dem Club. Ein paar Kids stehen eher gelangweilt um die Tanzfläche herum. Keiner tanzt. Georg, schwarze Chicago-Bulls-Mütze, graues Sweatshirt mit Leuchtstreifen und dem Schriftzug „Cyclone“, öffnet seinen Alukoffer. Er hat seine CD-Sammlung darin und sagt: „Ich dreh‘ erst mal lauter.“ Cyclone ist der DJ-Name von Georg (21). Neben seinem Job als Einzelhandelskaufmann legt er Platten auf. Techno, auch wenn das, wie Georg sagt, fast niemandem hier gefällt. Trotzdem füllt sich der Saal langsam. Ein paar Mädchen tänzeln herum. Die Jungs stehen am Rand und schauen zu. Georg kennt fast alle hier. Seit knapp vier Jahren ist er regelmäßiger Besucher des einzigen Jugendtreffs im Hasenbergl. Und hier ist er über Nacht zum Film gekommen. Das war, als Andreas Lechner, ein Münchner Künstler, Darsteller für ein Filmprojekt suchte. Im Auftrag der Stadt München und gesponsert von BMW. Das Besondere daran: Die Jugendlichen konnten nicht nur selbst schauspielern, sondern auch die ganze Richtung mitbestimmen. So entstand „Hot Dogs“. Kurz der Inhalt des Films: Er erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem Sintijungen Salva und der jungen Türkin Nihal. Salva verdient seinen Lebensunterhalt mit Drogenhandel und anderen kriminellen Geschäften. Nihal besucht eine Journalistenschule in Hamburg. Beide gehören unterschiedlichen Gruppen an, die sich bekämpfen. Eine Art Westside Story in München, halb Spielfilm, halb Dokumentation. Susi holen wir direkt von der Berufsschule in der Münchner Innenstadt ab. „Es war entsetzlich langweilig“, stöhnt sie. Szusana, wie Susi richtig heißt, macht seit zwei Jahren eine Ausbildung als Friseurin. Das gefällt ihr nicht besonders. Trotzdem will sie die Lehre zu Ende machen. „Ach, ist das Scheiße hier“, meint Susi, als wir uns dem Hasenbergl nähern. Susi ist im Film die Freundin von Salva. Sie schrieb am Drehbuch mit und war regelmäßig bei den Drehterminen dabei. Im Gegensatz zu vielen anderen. Die sind oft einfach nicht zu den Drehs erschienen. Sie hatten sich von dem Projekt wohl auch Geld versprochen. Das hat es nicht gegeben. Trotzdem: „Das war eine Abwechslung vom öden Alltag und hat Spaß gemacht“, sagt Susi. Heute hat sie nichts mehr mit dem Hasenbergl und ihren Freunden von damals zu tun. „Aber die Leute haben einen Zusammenhalt wie in einer großen Familie.“ Einer multikulturellen Familie, die nicht unterscheidet zwischen Deutschen, Türken oder denjenigen, die wie Salva einer Sintioder Romafamilie entstammen. Nein, Konflikte zwischen ethnischen Gruppen gibt es am Hasenbergl nicht, sagen auch Georg und seine Freunde. Darum ist der Film mit den Auseinandersetzungen nicht typisch für die Situation hier. „Wir wollen auch nicht, dass der Film das Hasenbergl widerspiegelt“, sagt Georg. Er hat die Nase voll (die Nase voll haben – umgangssprachlich für: genug haben) vom ewigen Negativ-Image. „Hier ist es ruhiger geworden. Das ist nicht mehr das Glasscherben-Viertel von früher“, sagt er. Ganz am Anfang hat er sich schon mal geschämt, die Adresse zu erwähnen. Heute steht Georg zum Hasenbergl. Er schwärmt von den Seen und dem Wald in der Nähe. Da zelten er und seine Freunde jeden Sommer. Ob der Film etwas in ihrem Leben verändert hat? Nein, sagen alle. Georg träumt immer noch davon, irgendwann einmal nicht mehr als Einzelhandelskaufmann zu arbeiten. Der 16-jährige Micky hat inzwischen eine Lehre als Autolackierer angefangen. Der 18- jährige Marc ist arbeitslos. Er hat keine Idee, was er machen könnte, träumt seinen Traum vom DJ-Dasein. Nur für Salva hätten sich durch „Hot Dogs“ einige Türen öffnen können. Nach einer ersten Vorführung des Films bekam er ein Angebot für eine Lehrstelle bei BMW. Er ist nicht mal hingegangen. „Salva ist zu arbeitsscheu, damit hat er seine Zukunft versandelt (seine Zukunft versandeln – umgangssprachlich für : sich seine Zukunft verderben)“, sagt Georg. Vor kurzem ist er nach einer Schlägerei verhaftet worden. „Salva und seine Freunde“, meinen die Jungs, „spielen hier Bronx.“ Im wirklichen Leben, nicht im Film. Information Das Hasenbergl ist eine „Satellitenstadt“ im Norden von München, wie es sie in jeder Großstadt gibt. Hier wohnen rund 50 000 Menschen in hässlichen Betonbauten. Es handelt sich meist um sozialen Wohnungsbau, das heißt die Mieten sind staatlich subventioniert. Der Ausländeranteil im Hasenbergl beträgt über 22 Prozent. Rund 17 Prozent sind Jugendliche. Das Hasenbergl ist heute eher langweilig als gefährlich. Jugendlichen stehen nur wenige Freizeit- und Kultureinrichtungen zur Verfügung. Dort treffen sie sich auch dann, wenn die Einrichtungen geschlossen sind. Die meisten Jugendlichen führen ein Leben zwischen Arbeitslosigkeit, Kleinkriminalität und Zukunftsangst. Oft streifen sie tagsüber und abends ziellos durch das Viertel. Viele besuchen Sonderschulen oder sind arbeitslos. Einige haben Jugendstrafen hinter sich. Der hohe Anteil der verschiedenen ethnischen Gruppen trägt zur Isolation der Jugendlichen bei. In manchen Familien leben 6 – 10 Kinder, die Selbstbestätigung und Abenteuer auf der Straße suchen. Gefühle und Verletzlichkeit werden hinter einer rauen Sprache versteckt. Emotionale Konflikte werden durch verbale und häufig auch durch körperliche Gewalt gelöst. Die Sozialarbeiter vom Hasenbergl können die Jugendlichen nur sehr begrenzt dazu bewegen, ihre Phantasie und Erlebnisse wie zum Beispiel in einem Filmprojekt wie „Hot dogs“ künstlerisch zu verarbeiten.

unknown   hot-dogs-cannes-bild-aufmacher hot-dogs-bild-cannes-kopie

hot-dogs-1

hot-dogs-2

hot-dogs-3

hot-dogs-4 hot-dogs-5

hot-dogs-6

 

  • HASENBERGL –  Drehbuch, Regie, Produktion
    • Regie, Produktion, Drehbuch: Andreas Lechner
    • Kamera und Schnitt: Armin Kelichhau
    • Filmprojekt im Münchner Hasenbergl
  • DER KLUB – Drehbuch, Regie, Produktion
    • Kurzfilmprojekt im Münchner Hasenbergl
    • Regie, Produktion, Drehbuch: Andreas Lechner
    • Jugendzentrum Hasenbergl Nord

1991

  • BERBER – Theateraufzeichnung
    • Produktion: Berg Film e.K.
    • Kamera & Schnitt: Ulrich Zrenner
    • Beta-SP-Aufzeichnung
    • Produktion: Andreas Lechner

1988

  • ZEMENT von Ulrich Zrenner
    • Kurzfilm
    • Länge: 200m, 17 min
    • Format: 16mm
    • Bild/Ton: Farbe
    • Aufführung: Uraufführung (DE): 10.1988, Hof, Internationale Filmtage;
      Aufführung (DE): 26.04.1989, Oberhausen, IFF – Deutscher Wettbewerb
    • Darsteller:  Andreas Lechner (Hauptrolle),  Christine. Hadulla, Michael Tschernow
    • Regie: Ulrich Zrenner
    • Drehbuch: Alex Miele (Mitarbeit: Andreas Lechner)
    • Kamera: Ulrich Gambke
    • Schnitt: Ulrich Zrenner, Patricia Rommel
    • Ton: Alex Miehle
    • Herstellungsleitung Evi Stangassinger
    • Produktionsleiter:  Alex Miele
    • Schnitt, Ulrich Zrenner
    • Kostüm und Ausstattung: Oliver Mitgutsch
    • Maske: Birgit Clupaceck
    • Produktionsfirma: Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) (München)
    • Produktionsbetreuung: Uwe Schrader
    • Drehbuchpreis Internationales Festival der Filmhochschulen
    • Internationale Hofer Filmtage
    • Archiv HFF

1987

  • TRIUMPH DER GERECHTEN von Josef Bierbichler
    • Schauspieler, Produktionsassistenz, Beleuchterlehrling
    • Kurzbeschreibung
      Ausgehend von einer Erzählung Oskar Maria Grafs über aufständische Bauern im dreißigjährigen Krieg fragt der Film nach Anpassung und Widerstand hier und heute. Eine Auseinandersetzung mit der Welt vor dem nächsten Krieg und mit dem Neandertaler in uns allen. (Prädikat wertvoll)
    • FILMFESTSPIELE BERLIN 17. internationales forum 2 des jungen films berlin 1987 (Delphi Filmpalast)
    • FBW-Filmbewertung
    • Gattung: Spielfilm
    • Regie: Josef Bierbichler
    • Darsteller: Josef Bierbichler, Rudi Klaffenböck, Alfons Scharf,  Sigi Reindl, Wolfgang Marquand, Robert Spitz, Edgar Liegl, Oskar Neumann, Michael Altmann. Harry Täschner, Annamirl Bierbichler, Karl-Heinz Braun, Andreas Lechner
      Drehbuch: Josef Bierbichler
      Buchvorlage: Oskar Maria Graf
      Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
      Schnitt: Christian Virmond
      Musik: Ludwig van Beethoven, Rudolf Gregor Knabl
      Länge: 81 Minuten
      Verleih: Filmwelt Verleih